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Ortsvorsteher; Eine Idee für mehr Bürgerbeteiligung in unseren Dörfern


Die Stadt Euskirchen besteht selbstverständlich nicht nur aus der Kernstadt Euskirchen, sondern zum großen Teil aus den umliegenden 22 Ortsteilen. Nicht erst auf meiner Wanderung durch alle Ortsteile habe ich wieder einmal gesehen, wie abwechslungsreich und individuell diese Ortsteile sind. Jeder Ort hat seinen eigenen Charme: Elsig ist nicht wie Kuchenheim, Niederkastenholz nicht wie Kreuzweingarten. So individuell wie die Ortsteile sind aber auch die Schwierigkeiten und Probleme, die es vor Ort gibt.


Etwa 30.000 Menschen wohnen in unseren Ortsteilen. Stotzheim ist der größte Ortsteil mit 4.155 Einwohnern. Damit wohnen allein in Stotzheim etwa so viele Menschen wie in manchen Gemeinden im Kreis Euskirchen. Zum Vergleich hat beispielsweise die Gemeinde Dahlem 4.239 Einwohner und verfügt damit über einen eigenen Gemeinderat als Repräsentanzorgan.


Während meiner zahlreichen Termine in den Ortsteilen wurde ich häufig darauf angesprochen, dass man sich mehr Beachtung für die Ortsteile in der Stadtverwaltung wünscht. Manch einer im Dorf fühlt sich von der Stadt vergessen. Auf der anderen Seite kommen manche Sorgen oder Ideen auch nicht bei der Stadtverwaltung an.

Oft kam in meinen Gesprächen der Gedanke auf, die Repräsentanz der Dörfer durch die Einführung von Ortsvorstehern oder Ortsvorsteherinnen zu steigern. Auch ich halte dies für einen richtigen Ansatz. Denn ein Ortsvorsteher erleichtert nicht nur den Kontakt aus den Ortsteilen, in dem er ein bekannter Ansprechpartner für die Menschen in der Nachbarschaft ist. Gleichzeitig kann ein Ortsvorsteher auch die Verwaltung entlasten und so für Einsparungen dort sorgen. Einfache Amtshandlungen kann ein Ortsvorsteher vornehmen, außerdem kann er die Eingaben der Bürgerinnen und Bürger bevor sie die Verwaltung erreichen, filtern, bündeln und sortieren. So wird der Aufwand in der Verwaltung reduziert, was sich auch finanziell bemerkbar machen wird. Demgegenüber sind die ohnehin überschaubaren Kosten dieses Modells tragbar. Ortsvorsteher werden je nach Größe des Ortes mit monatlichen Beträgen zwischen 119 und 195 Euro entschädigt. Für Euskirchen wären dies insgesamt etwa 3.500 Euro im Monat oder 42.000 Euro im Jahr. Wie ich finde ein gut investierter Betrag um Bürgerbeteiligung und direkte Demokratie für alle Euskirchenerinnen und Euskirchener zu verbessern und auch das Potenzial auf den Dörfern besser zu fördern.


Ortsvorsteher oder Ortsbürgermeister gibt es in vielen anderen Städten, bei uns im Kreis z.B. in Mechernich, Weilerswist oder Blankenheim. Diese Modelle werden erfolgreich seit vielen Jahren praktiziert. Der Ortsvorsteher ist in vielen Orten nicht mehr weg zu denken und wichtiger Bestandteil des Dorflebens.

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Sacha Reichelt

Bürgermeisterkandidat für die Stadt Euskirchen

Kontakt:

Hochstraße 34

53879 Euskirchen

Email: kontakt@reichelt2020.de

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